© NANA&FRIENDS

 

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Termin:

Samstag, 25. Februar 2012, 17:00 Uhr, 100°Berlin Festival,  SOPHIENSAELE Berlin


Ausschnitt davon siehe auf Youtube

In der aktuellen Performance von NANA&FRIENDS inszeniert Nana Hülsewig sich als Künstlerin in ihren Arbeitsprozessen. Mit dieser selbstreflexiven Inszenierungsstrategie macht sie sich selbst, ihre Vorstellungen über Leben und Kunst, ihre Wahrnehmung, ihre Erfahrungen und Emotionen und ihre Körperlichkeit zum Ausgangspunkt und Gegenstand ihrer Darstellung. Dazu braucht sie eine Art Doppelbewusstsein. Denn die Selbstbeobachtung verlangt Überschreitung als Methode und produziert Paradoxien und rekursive Schleifen. Nana Hülsewig baut daraus ein spannendes Spiel ständiger Perspektiv- und Kontextwechsel. Ihr „Blurring of Art and Life“ schafft oszillierende Zustände zwischen Bühne und Atelier, Leben und Kunst sowie zwischen den Künsten selbst. Das eine, das andere, beides, keins von beiden oder was ganz anderes. Es gibt viele Möglichkeiten zu schauen: 


„Was mir im Leben begegnet, findet sich verstoffwechselt in meiner Arbeit. Ich schneide das für meine Arbeit zu wie eine Couture. Ich habe einen Fundus von persönlichen Gesprächen und Erfahrungen, von Text- und Filmsequenzen mit denen mich intensive Gefühle verbinden. Sie werden zu meiner Biografie, und ich baue daraus Bilder.“

Jeder besitzt so einen Fundus. Wir sind aktive Interpreten, wir sehen mit dem, was wir schon gesehen haben. Aber welche Bilder erlauben wir uns?

Nana Hülsewig forscht. Ihr persönliches Archiv liefert Daten und Rahmen für die Formsuche. Sie probiert aus, legt fest und verändert. Performance ist eine Art Verhandlung. Eine Veränderung kann nur durch experimentelles Handeln vorgeschlagen werden, mehrdeutig, missverständlich, vorläufig und strittig.

Es gibt da eine ansteckende Lust zu diesen experimentellen Handlungen.


„Ich bin kein Ingenieur – es muss nichts funktionieren, im Gegenteil. Es handelt sich ja um mein Leben. Ich lebe vom Experiment, vom Skizzieren, von Versuchsanordnungen.

Meine Performances sind Teil meiner Forschungsarbeit.“










Lili Scholtes

Stuttgart, April 2011

Mit: Jens Fischinger und Nana Hülsewig

Modell: Linda Alina Wentges Davila


Regie: Günter Brombacher

Künstlerische Mitarbeit: Lili Scholtes

Stimme: Katja Schmidt-Oehm

Fotos: Hannelore Kober



Jens: Was ist an Dir sexy?

Nana: Schauen.

Jens: wie?

Nana: Ich kann gut schauen


Der Arbeitsraum ist Produktionsraum. Der Musiker Jens Fischinger macht Musik, die  Künstlerin Nana Hülsewig arbeitet an einem lebenden Modell. Zuschauer sind anwesend.